Khalsa
Das Wort "Khalsa" kommt vom arabischen Wort "Khalisha", was so viel wie "rein, hingebungsvoll" bedeutet. In der Tradition der Sikh taucht der Begriff "Khalsa" zu ersten Mal in einem Text (Hukmanama = Ordnung) von Guru Har Gobind, dem sechsten Sikh Guru, auf. Im gleichen Sinne erscheint es auch in einem Brief von Guru Tegh Bahadur.
Obwohl die frühen Mughal-Herrscher eine friedliche Beziehung zu den Sikh Gurus pflegten, kam es zur Zeit des fünften Guru Guru Arjan Dev zu religiösen Verfolgungen. Er wurde 1606 vom Mughal-Herrscher Jahangir gefangengenommen und hingerichtet.
1675 wurde der neunte Sikh Guru Guru Tegh Bahadur vom Mughal-Herrscher Aurangzeb hingerichtet. 1699 hat sich der Sohn und Nachfolger von Guru Tegh Bahadur, Guru Gobind Singh, dazu entschlossen, einen militärischen Orden zu gründen, um einen Widerstand gegen die Mughals aufzubauen. Er schickte Briefe zu seinen Gefolgsleuten in der Region, um sie in der Stadt Anandpur am 13. April 1699 zum jährlichen Erntedankfest zu versammeln.
Guru Gobind Singh sprach zu der Versammlung vor dem Eingang eines kleinen Zeltes aus, das auf einem Hügel stand (heute: Kesgarh Sahib). Er zog sein Schwert und fragte die Anwesenden, ob es einen Mutigen gäbe, der freiwillig seinen Kopf opfern würde. Weder auf seine erste, noch auf seine zweite Aufforderung hin meldete sich jemand. Erst auf seine dritte Aufforderung meldete sich ein Freiwilliger: Daya Ram (später: Bhai Daya Singh).
Guru Gobind Singh nahm ihn mit in das Zelt und kam kurz darauf mit seinem blutigen Schwert wieder zum Vorschein. Er forderte einen weiteren Freiwilligen und einen weiteren Kopf. Ein Freiwilliger meldete sich und ging mit ihm ins Zelt. Wieder kam Guru Gobind Singh mit dem blutigen Schwert hervor. Dies geschah auf diese Weise noch drei Mal.
Dann kamen die fünf Freiwilligen unversehrt aus dem Zelt heraus. Diese Fünf, die freiwillig ihr Leben ihrem Guru opfern wollten, wurden "Panj Piare (Die Fünft Geliebten)" genannt: Daya Ram (Bhai Daya Singh), Dharam Das (Bhai Dharam Singh), Himmat Rai (Bhai Himmat Singh), Mohkam Chand (Bhai Mohkam Singh), and Sahib Chand (Bhai Sahib Singh). Sie waren die ersten Khalsa.
Dann nahm Guru Gobind Singh eine eiserne Schüssel zur Hand und schüttete Wasser hinein. Sahib Devan (später: Mata Sahib Kaur) fügte einige Zuckerkristalle hinzu und der Guru vermischte alles mit einem zweischneidigen Schwert, während er Gebete (gurbani) rezitierte.
Diese Handlungen spielen auch die Natur der Khalsas an: Sie müssen die Kraft haben, sich Unterdrückungen zu widersetzen (symbolisiert durch das zweischneidige Schwert) und sich immer daran erinnern, dass ihre Handlungen dem Schutz dienen und nicht aus Hass geschehen (symbolisiert durch die Süße des Zuckers). Diese heilige Mischung wird Amrit (Nektar) genannt, voraus sich der Name der Stadt Amritsar (Becken des Nektar) ableitet, der Heiligen Stadt der Sikh im Norden Indiens mit dem Goldenen Tempel.
Jeder der Panj Piare nahm dann fünf Handvoll des Amrit zu sich und bekam fünf Mal Amrit in die Aufen geträufelt. Dabei rezitierten sie jedes Mal diesen Satz: "Waheguru ji ka Khalsa, Waheguru ji ki Fateh (Die Khalsa - die Reinen - gehören zu Gott und Gott gehört der Sieg". Daraufhin wurde ihr Haar fünf Mal benetzt und sie tranken fünf Schlucke aus der Schüssel.
Guru Gobind Singh gab den Fünfen den Nachnamen "Singh (Löwe)", der die ursprünglichen Nachnamen ersetzte, die ihre Kastenzugehörigkeit andeuteten, um zu symbolisieren, dass sie nun zu einem kastenlosen Orden gehörten, zu einer kastenlosen Religion.
So kam es, dass jeder Mann, der an der Zeremonie teilnimmt, den Nachnamen "Singh" erhält, während jede Frau den Nachnamen "Kaur (Prinzessin)" bekommt. Als Gesamtheit heißt diese Gruppe "Khalsa". Die Panj Piare waren die ersten getauften Sikhs und waren die ersten Mitglieder der Bruderschaft der Khalsa, die symbolisch Guru Gobind Singh als Vater und Mata Sahib Kaur als Mutter hatten.
Obwohl die frühen Mughal-Herrscher eine friedliche Beziehung zu den Sikh Gurus pflegten, kam es zur Zeit des fünften Guru Guru Arjan Dev zu religiösen Verfolgungen. Er wurde 1606 vom Mughal-Herrscher Jahangir gefangengenommen und hingerichtet.
1675 wurde der neunte Sikh Guru Guru Tegh Bahadur vom Mughal-Herrscher Aurangzeb hingerichtet. 1699 hat sich der Sohn und Nachfolger von Guru Tegh Bahadur, Guru Gobind Singh, dazu entschlossen, einen militärischen Orden zu gründen, um einen Widerstand gegen die Mughals aufzubauen. Er schickte Briefe zu seinen Gefolgsleuten in der Region, um sie in der Stadt Anandpur am 13. April 1699 zum jährlichen Erntedankfest zu versammeln.
Guru Gobind Singh sprach zu der Versammlung vor dem Eingang eines kleinen Zeltes aus, das auf einem Hügel stand (heute: Kesgarh Sahib). Er zog sein Schwert und fragte die Anwesenden, ob es einen Mutigen gäbe, der freiwillig seinen Kopf opfern würde. Weder auf seine erste, noch auf seine zweite Aufforderung hin meldete sich jemand. Erst auf seine dritte Aufforderung meldete sich ein Freiwilliger: Daya Ram (später: Bhai Daya Singh).
Guru Gobind Singh nahm ihn mit in das Zelt und kam kurz darauf mit seinem blutigen Schwert wieder zum Vorschein. Er forderte einen weiteren Freiwilligen und einen weiteren Kopf. Ein Freiwilliger meldete sich und ging mit ihm ins Zelt. Wieder kam Guru Gobind Singh mit dem blutigen Schwert hervor. Dies geschah auf diese Weise noch drei Mal.
Dann kamen die fünf Freiwilligen unversehrt aus dem Zelt heraus. Diese Fünf, die freiwillig ihr Leben ihrem Guru opfern wollten, wurden "Panj Piare (Die Fünft Geliebten)" genannt: Daya Ram (Bhai Daya Singh), Dharam Das (Bhai Dharam Singh), Himmat Rai (Bhai Himmat Singh), Mohkam Chand (Bhai Mohkam Singh), and Sahib Chand (Bhai Sahib Singh). Sie waren die ersten Khalsa.
Dann nahm Guru Gobind Singh eine eiserne Schüssel zur Hand und schüttete Wasser hinein. Sahib Devan (später: Mata Sahib Kaur) fügte einige Zuckerkristalle hinzu und der Guru vermischte alles mit einem zweischneidigen Schwert, während er Gebete (gurbani) rezitierte.
Diese Handlungen spielen auch die Natur der Khalsas an: Sie müssen die Kraft haben, sich Unterdrückungen zu widersetzen (symbolisiert durch das zweischneidige Schwert) und sich immer daran erinnern, dass ihre Handlungen dem Schutz dienen und nicht aus Hass geschehen (symbolisiert durch die Süße des Zuckers). Diese heilige Mischung wird Amrit (Nektar) genannt, voraus sich der Name der Stadt Amritsar (Becken des Nektar) ableitet, der Heiligen Stadt der Sikh im Norden Indiens mit dem Goldenen Tempel.
Jeder der Panj Piare nahm dann fünf Handvoll des Amrit zu sich und bekam fünf Mal Amrit in die Aufen geträufelt. Dabei rezitierten sie jedes Mal diesen Satz: "Waheguru ji ka Khalsa, Waheguru ji ki Fateh (Die Khalsa - die Reinen - gehören zu Gott und Gott gehört der Sieg". Daraufhin wurde ihr Haar fünf Mal benetzt und sie tranken fünf Schlucke aus der Schüssel.
Guru Gobind Singh gab den Fünfen den Nachnamen "Singh (Löwe)", der die ursprünglichen Nachnamen ersetzte, die ihre Kastenzugehörigkeit andeuteten, um zu symbolisieren, dass sie nun zu einem kastenlosen Orden gehörten, zu einer kastenlosen Religion.
So kam es, dass jeder Mann, der an der Zeremonie teilnimmt, den Nachnamen "Singh" erhält, während jede Frau den Nachnamen "Kaur (Prinzessin)" bekommt. Als Gesamtheit heißt diese Gruppe "Khalsa". Die Panj Piare waren die ersten getauften Sikhs und waren die ersten Mitglieder der Bruderschaft der Khalsa, die symbolisch Guru Gobind Singh als Vater und Mata Sahib Kaur als Mutter hatten.




