Kundalini
Kundalini (Die Locke im Haar des Geliebten, Schlangenkraft, Kundalini Shakti, kundali, kutilangi, bhujangini, phni, nagi, cakri, sarasvati, rasana, samkini, raji, ashta-vakra u.a.) ist eine mysteriöse psychospirituelle Kraft. Sie ist ein konzeptueller und praktischer Grundpfeiler des Tantrismus und des Hatha Yoga. Im Hatha-Yoga-Pradipika wird sie als die stütze aller Yoga-Abhandlungen (Tantra) gepriesen. Auf die rätselhafte Kundalini wurde wahrscheinlich schon in der Rig-Veda hingewiesen - dort unter dem Namen Vac Viraj ("strahlende/ prächtige Stimme"), die beschrieben wird als die "Schlangenkönigin (sarpa-rajni)". Da die Kundalini-Erfahrung als abhängig von universellen Strukturen des Körpers beschrieben wird, wird angenommen, dass Mystiker aller Zeiten mit ihr in Berührung gekommen sind. Aber es kam erst mit der körperbewussten Esoterik der Tantristen, dass diese Erfahrung in ein gut ausgebautes, konzeptuelles Modell gebracht wurde, das dann den Übenden als Landkarte ihrer Bemühungen diente, um die Kundalini-Energie systematisch zu erwecken.
Nach dem Prinzip, dass der Körper ein Mikrokosmos ist, der die größeren Bedingungen im Makrokosmos reflektiert, wird die Kundalini als die individualisierte Form des kosmischen weiblichen Prinzips angesehen: der Shakti. Diese göttliche Kraft manifestiert sich einerseits in Form der Kundalini und auf der anderen Seite als Lebenskraft (Prana). Die Kundalini wird als die grundlegende Kraft im spirituellen Prozess angesehen. Vielleicht kann das Verhältnis der beiden Kräfte Kundalini und Prana verglichen werden mit dem Verhältnis eine Atombombe zu einer Wasserstoffbombe. Es braucht die konzentrierte Einwirkung von Prana, reguliert durch Atem-Kontrolle (Pranayama), um die Kundalini dazu zu bringen, im Zentralkanal des Körpers (Shushumna-Nadi) aufzusteigen.
Die Kundalini wird als im Sitz der Potenz wohnend dargestellt, im untersten der esoterischen / energetischen Zentren (Chakra) des Körpers. Die potentielle Kraft der Kundalini wird ausgedrückt durch die Vorstellung, dass sie im Zentrum der Basis der Wirbelsäule zusammengerollt liegt - dreieinhalbfach, fünffach oder achtfach gerollt, je nach Auffassung. Diese gut versteckte Schlange schließt das Tor zur Befreiung, den unteren Eingang zum Zentralkanal (Shushumna-Nadi) ab.
Das Goraksha-Samhita sagt dazu:
Die Schlangenkraft, die einen achtfachen Knoten über dem Nabelzenrum (Kanda) bildet, verbleibt dort und verschließt den Eingang des Tores zum Absoluten mit ihrem Gesicht. Durch dieses Tor kann das Tor zum Absoluten auf sichere Art und Weise erreicht werden. Indem die Schlangenkraft mit ihrem Gesicht dieses Tor verschließt (in einer normalen Person), schläft die Göttin. Wenn sie durch Buddhi Yoga und mit Geist und Atem erweckt wird, steigt sie durch Shushumna auf wie ein Faden durch ein Nadelör. Genauso, wie man eine Tür mit einem Schlüssel öffnet, soll der Yogi das Tor zur Befreiung durch Konzentration, Atemkontrolle und das Yoga des Feuers aufstoßen.
Die Aufgabe des tantrischen Yogis besteht darin, die Kundalini dazu zu bringen, sich aufzurollen und zum Tausendfachen Lotus (Siebtes Chakra) oben am Kopf aufzusteigen. Dies ist der Sitz des Shiva. Mit dem aufstieg der Kundalini kommt es zur Wiedervereinigung von Shakti und Shiva, Gott und Göttin. Dies ist das über allem stehende Ziel des Yoga. Es manifestiert sich in einem radikalen Wechsel im Bewusstsein, der Sinn für Individualität wird überflüssig. Der Körper wird überflutet mit dem göttlichen Nektar Kula-Amrita (oder Soma), was als unübertroffen glückselig machend empfunden wird (Ananda).
Der Aufstieg der Kundalini vom Wurzelchakra zum Kronchakra wird mit verschiedenen psychischen Phänomenen in Verbindung gebracht: Dies sind Hitze und Licht (jiotis) aber auch verschiedene innere Töne/ Klänge (Nada). Nach dem Yoga-Shikha-Upanishad ruft die fortwährend stimulierte Kundalini eine Empfindung im zentralen Nervenkanal hervor, die vergleichbar ist mit Ameisen, die das Rückgrad hoch und runter krabbeln. Einige dieser physiologischen Empfindungen können sehr verstörend sein, besonders wenn die Kundalini spontan ohne entsprechende Vorbereitung aufsteigt.
Dies wurde von Gopi Krishna - ein modernes Kundilini-"Opfer" - beschrieben, der nach und nach lernte, diese Kraft zu meistern. In seiner Autobiographie "Kundalini: Evolutionary Energy in Man" beschreibt er sehr lebhaft folgendes:
"Plötzlich, mit einem Brüllen wie ein ein Wasserfall, fühlte ich einen Strom von flüssigem Licht in mein Gehirn durch den Zentralkanal eintreten. Unvorbereitet auf solch eine Entwicklung war ich völlig überrascht davon. Ich bin in meiner Position sitzen geblieben und habe mich weiter auf das Dritte Auge konzentriert. Der Lichteffekt wurde heller und heller, das Brüllen lauter, ich nahm eine rüttelnde Bewegung wahr und fühlte, wie ich aus meinem Körper heraus rutschte - völlig eingehüllt in einen Schein von Licht."
Die letztendliche Bewusstwerdung des Tantrischen Yogis (Tantra) soll vollständiger sein als die eines Raja-Yogis, weil sie den Körper mit einschließt. In anderen Worten: Es kommt nicht nur zu einer Geist-Transformation, sondern auch zu einer Erleuchtung des Körpers. Der Körper wird als göttlich wahrgenommen. Auf diese Weise vereinigt der Tantrische Yogi (Sadhaka) das Ideal der Befreiung (Mukti) mit dem Ideal der weltlichen Freuden (Bhukti).
Nach dem Prinzip, dass der Körper ein Mikrokosmos ist, der die größeren Bedingungen im Makrokosmos reflektiert, wird die Kundalini als die individualisierte Form des kosmischen weiblichen Prinzips angesehen: der Shakti. Diese göttliche Kraft manifestiert sich einerseits in Form der Kundalini und auf der anderen Seite als Lebenskraft (Prana). Die Kundalini wird als die grundlegende Kraft im spirituellen Prozess angesehen. Vielleicht kann das Verhältnis der beiden Kräfte Kundalini und Prana verglichen werden mit dem Verhältnis eine Atombombe zu einer Wasserstoffbombe. Es braucht die konzentrierte Einwirkung von Prana, reguliert durch Atem-Kontrolle (Pranayama), um die Kundalini dazu zu bringen, im Zentralkanal des Körpers (Shushumna-Nadi) aufzusteigen.
Die Kundalini wird als im Sitz der Potenz wohnend dargestellt, im untersten der esoterischen / energetischen Zentren (Chakra) des Körpers. Die potentielle Kraft der Kundalini wird ausgedrückt durch die Vorstellung, dass sie im Zentrum der Basis der Wirbelsäule zusammengerollt liegt - dreieinhalbfach, fünffach oder achtfach gerollt, je nach Auffassung. Diese gut versteckte Schlange schließt das Tor zur Befreiung, den unteren Eingang zum Zentralkanal (Shushumna-Nadi) ab.
Das Goraksha-Samhita sagt dazu:
Die Schlangenkraft, die einen achtfachen Knoten über dem Nabelzenrum (Kanda) bildet, verbleibt dort und verschließt den Eingang des Tores zum Absoluten mit ihrem Gesicht. Durch dieses Tor kann das Tor zum Absoluten auf sichere Art und Weise erreicht werden. Indem die Schlangenkraft mit ihrem Gesicht dieses Tor verschließt (in einer normalen Person), schläft die Göttin. Wenn sie durch Buddhi Yoga und mit Geist und Atem erweckt wird, steigt sie durch Shushumna auf wie ein Faden durch ein Nadelör. Genauso, wie man eine Tür mit einem Schlüssel öffnet, soll der Yogi das Tor zur Befreiung durch Konzentration, Atemkontrolle und das Yoga des Feuers aufstoßen.
Die Aufgabe des tantrischen Yogis besteht darin, die Kundalini dazu zu bringen, sich aufzurollen und zum Tausendfachen Lotus (Siebtes Chakra) oben am Kopf aufzusteigen. Dies ist der Sitz des Shiva. Mit dem aufstieg der Kundalini kommt es zur Wiedervereinigung von Shakti und Shiva, Gott und Göttin. Dies ist das über allem stehende Ziel des Yoga. Es manifestiert sich in einem radikalen Wechsel im Bewusstsein, der Sinn für Individualität wird überflüssig. Der Körper wird überflutet mit dem göttlichen Nektar Kula-Amrita (oder Soma), was als unübertroffen glückselig machend empfunden wird (Ananda).
Der Aufstieg der Kundalini vom Wurzelchakra zum Kronchakra wird mit verschiedenen psychischen Phänomenen in Verbindung gebracht: Dies sind Hitze und Licht (jiotis) aber auch verschiedene innere Töne/ Klänge (Nada). Nach dem Yoga-Shikha-Upanishad ruft die fortwährend stimulierte Kundalini eine Empfindung im zentralen Nervenkanal hervor, die vergleichbar ist mit Ameisen, die das Rückgrad hoch und runter krabbeln. Einige dieser physiologischen Empfindungen können sehr verstörend sein, besonders wenn die Kundalini spontan ohne entsprechende Vorbereitung aufsteigt.
Dies wurde von Gopi Krishna - ein modernes Kundilini-"Opfer" - beschrieben, der nach und nach lernte, diese Kraft zu meistern. In seiner Autobiographie "Kundalini: Evolutionary Energy in Man" beschreibt er sehr lebhaft folgendes:
"Plötzlich, mit einem Brüllen wie ein ein Wasserfall, fühlte ich einen Strom von flüssigem Licht in mein Gehirn durch den Zentralkanal eintreten. Unvorbereitet auf solch eine Entwicklung war ich völlig überrascht davon. Ich bin in meiner Position sitzen geblieben und habe mich weiter auf das Dritte Auge konzentriert. Der Lichteffekt wurde heller und heller, das Brüllen lauter, ich nahm eine rüttelnde Bewegung wahr und fühlte, wie ich aus meinem Körper heraus rutschte - völlig eingehüllt in einen Schein von Licht."
Die letztendliche Bewusstwerdung des Tantrischen Yogis (Tantra) soll vollständiger sein als die eines Raja-Yogis, weil sie den Körper mit einschließt. In anderen Worten: Es kommt nicht nur zu einer Geist-Transformation, sondern auch zu einer Erleuchtung des Körpers. Der Körper wird als göttlich wahrgenommen. Auf diese Weise vereinigt der Tantrische Yogi (Sadhaka) das Ideal der Befreiung (Mukti) mit dem Ideal der weltlichen Freuden (Bhukti).




